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Bereits Ritter der Kreuzzüge brachten Salukis aus dem Heiligen Land mit. So kann man beispielsweise in der europäischen Kunst des Mittelalters Salukis entdecken. Besonders italienische Meister wie Tintoretto, Veronese und Pinturicchio plazierten die anmutigen Salukis in einigen ihrer Gemälde.
Die ersten nachweisbaren Salukis gelangten erst in den siebziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts nach England und wurden als "Persische Windhunde" ins Stud Book des Kennel Clubs in der Klasse für "Foreign Dogs" eingetragen. 1895 erhielt Hon. Miss Florence Amherst die ersten 2 Hündinnen aus Ägypten. Es folgten weitere Importe mit denen sie auch züchtete. Einflußreiche Personen forschten für sie in persischen und arabischen Gebieten nach Salukis. Durch ihre umfangreichen Studien entwickelte sie sich zu einer Expertin und trat auch als Autorin in Fachzeitschriften hervor. 1923 übernahm sie als Präsidentin die Leitung des neu gegründeten Saluki-Clubs. Ihre Zuchtstätte "Amherstia" war gemeinsam mit Joan Mitchells "Nablous"-Zucht die führende dieser Epoche.
Ein großer Förderer der Salukis war auch Brigade-General Lance und seine Frau Gladys Lance. Sie bekamen nach dem Ersten Weltkrieg ein paar vorzügliche Salukis in Palästina geschenkt. Noch im Nahen Osten gründeten sie ihre Zuchtstätte "Sarona", die sie später nach ihrer Heimkehr in England weiterführten. Ihr herausragender Rüde war "Sarona Kelb", der nicht nur auf Ausstellungen Maßstäbe setzte.
In Deutschland traten die ersten Salukis bereits 1863 auf. Prinz Karl von Preußen stellte sie an der ersten Hundeausstellung in Hamburg aus.
Von wem und wann diese Hunde importiert wurden, ist unbekannt; darüber gibt es keine Zuchtbucheintragungen, da es zu dieser Zeit noch keine Organisation gab, die für Windhunde ein Zuchtbuch führten.Erst 1920 wurden zwei Salukis nach Deutschland importiert, die als erste in das Zuchtbuch eingetragen wurden. Th. Wrede aus Kiel brachte aus Armenien den Rüden Rishan mit und Dr. E. Ludwig aus Altona ließ seinen Rüden Abdul aus Damaskus in das Zuchtbuch eintragen. Die jeweiligen Wurfdaten der beiden Hunde sind unbekannt. Man vermutet, daß die beiden Rüden um 1910 geboren und von den Deutschen, die am Bau der Bagdad-Bahn beteiligt waren, mitgebracht wurden. Am 05.05.1921 fiel dann der erste offizielle Wurf in Deutschland. Züchter war Baron F. Le Gey aus Berlin. Der Rüde hieß Hassan und sein Vater war eben jener Rishan, der aus Armenien importiert wurde. Danach folgte am 12.11.1922 Conrad Woltering mit seiner Zuchtstätte "von Persien" aus Weinböhla bei Dresden mit einem Wurf aus der Verbindung Cyrus und Slonga Peri (Züchter dieser beiden Hunde war jeweils Sultan Ahmed Schah Kadjar, Teheran). Es wurden Ali Baba, Aischa-Hafsa und Ansär-Fatime geboren. Ein Wurfwiederholung dieser Verbindung brachte am 15.07.1923 die Hündin Banu. Bis 1926 fielen insgesamt zehn Würfe. Dabei basierten neun dieser Würfe nur auf drei verschiedenen Hunden und zwar Cyrus aus Teheran, Slonga Peri und die Hündin Hella Irandocht.
Fünf weitere Würfe, die in den Zwinger "von Persien" von Woltering, "von Persepolis" von Wetzig und "von Teheran" von Kollmann fielen, waren mangels neuen Blutes Inzestwürfe. Für den Fortbestand und die Weiterentwicklung war es deshalb dringend notwendig, daß neue Saluki-Importe nach Deutschland kamen. Man importierte deshalb Salukis aus England, welche direkte Nachfahren des berühmten Serona Kelb von General Lance waren. Diese Importe waren es, die maßgeblich die deutsche Saluki-Zucht beeinflußte.
Betrachtet man die zeitlichen Abläufe stellt man fest, daß der englische Saluki-Club, deren Präsidentin Mrs. Florence Almhurst war, erst gegründet wurde, als bereits in Deutschland offiziell Sakukis gezüchtet und in das Zuchtbuch eingetragen wurden. Trotzdem galt England bis in die Neunziger Jahre hinein als Patronatsland und legte den Standard fest. Erst dann hat der FCI diese Rolle übernommen und einen neuen Standard herausgegeben, der beispielsweise alle Farben gestattet.
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