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Erkennen und Beurteilen von Notfällen
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Ganz wesentlich ist beim Notfall die richtige Einschätzung der Situation, denn nicht alles was blutet muss auch bedrohlich sein. Schlimmer sind Verletzungen, denen man die Gefahr nicht direkt ansieht. In der Notfallmedizin werden die wichtigsten Situationen, die auch unterschiedlich dringendes Handeln erfordern, in vier Klassen eingeteilt:
- Absolute Notfälle (Maßnahmen innerhalb von Sekunden und Minuten erforderlich): Atem- und Herzstillstand, Verlegung der Atemwege, Starke Schlagaderblutungen
- Dringende Notfälle (Maßnahmen innerhalb weniger Minuten bis maximal einer Stunde erforderlich): mehrfache, tiefe Verletzungen mit hohem Blutverlust, Verletzungen mit Verdacht auf Eröffnung einer Körperhöhle (Brustkorb, Bauchhöhle), Kopfverletzungen mit gestörtem Verhalten, schwere Atemnot, Wirbelsäulenverletzung mit Lähmung
- Schwere Notfälle (Maßnahmen innerhalb der ersten Stunden erforderlich): tiefe Verletzungen, offene Brüche größere Knochen (= Haut verletzt) (Beckenknochen, Oberarm, Unterarm, Oberschenkel, Unterschenkel), offene Gelenkhöhlen, plötzliche Infektionskrankheiten
- Notfälle (Maßnahmen innerhalb der ersten 24 Stunden erforderlich): tiefe Wunden und geschlossene Brüche (= Haut unverletzt) ohne Schock, Verrenkungen, Bänderschaden
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(Quelle: Hartmann/Steidl "Patient Hund") |
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