Wie das Rennen, kommt auch das Coursing aus Großbritannien. Dort wird teilweise das Coursing noch mit echten Hasen durchgeführt, dies ist in Deutschland jedoch verboten. Anders als beim Rennen, laufen hier die Hunde paarweise über ein freies, naturbelassenes Gelände hinter einem falschen Hasen, der mittels einer Hasenzugmaschine über einen abgesteckten Parcour gezogen wird, her. Der Zickzackkurs des Hasenzugs imitiert die Fluchtbahn eines Hasen in freier Wildbahn.
Diese Rennart kommt dem natürlichen Jagdverhalten der Salukis bzw. Windhunde am nächsten. Die Strecke ist etwa 450 m lang und wird nach jedem Durchgang neu abgesteckt, um die teilnehmenden Windhunde vor eine neue Aufgabe zu stellen. Anders als beim Rennen, wird hier nicht die Zeit gemessen, sondern es wird die Arbeit, sprich das Jagdverhalten der Hunde bewertet. Es ist also nicht entscheidend, wie schnell der Hund den Parcours absolviert. Die Bewertung erfolgt durch einen oder mehrere Richter.
In Deutschland gibt es unterschiedliche Systeme nach denen Coursing gezogen und bewertet wird. Die einfachste Form ist das Tor-Coursing. Beim Tor-Coursing werden auf dem Feld mehrere Tore aufgebaut, die die Hunde passieren müssen. Sie werden dann danach beurteilt, ob sie als erster, zweiter oder gar nicht das Tor durchlaufen haben. Dieses System bietet den Vorteil, daß auch die Zuschauer die Bewertungen nachvollziehen können. Trotzdem wird dieses System nur noch selten angewandt, weil es sich gezeigt hat, daß dies dem Jagdverhalten der Windhunde wenig nahe kommt.
Dann gibt es noch das Jagdcoursing. Bei diesem ist die Bewertung sehr viel komplizierter und nicht jeder Besitzer oder Zuschauer kann sofort verstehen, wie diese zustande kam. Erstens wird der Richter aufgrund seines Standortes den Lauf ganz anders sehen, als Zuschauer von einem anderen Standort. Zum anderen ist es auch nicht immer leicht zu erkennen, ob ein Hund seinem Rennpartner nur hinterherläuft oder den Hasen im Blick hat. Damit die Hunde für den Richter einwandfrei erkennbar sind, tragen die Hunde rote oder weiße Renndecken oder einen Halskragen in den entsprechenden Farben.
Hier wird nach mehreren Kriterien bewertet z.B. das gesamte Verhalten während des Laufes (Verfolgungsschärfe, Reaktionsvermögen, Gemeinschaftsarbeit und der Fang) oder danach, wie sich der Hund nach dem Liegenbleiben des Hasens (erfolgt der "Biss" oder läßt er das Fell unbeachtet liegen) verhält. Der Coursing-Master kann bis zu 8 Punkte zusätzlich vergeben; er kann aber ebenso für diverse Fehlverhalten (Raufen, mangelndes Interesse oder fehlender Biss) bis zu 8 Punkte abziehen. Die maximale Punktzahl für einen Lauf beträgt 56 Punkte. Bei Erreichen von 100 Punkten ist dieser Hund Field-Champion. Da sich die Windhunde in ihrem Jagdverhalten unterscheiden (Einzel- und Gemeinschaftsjäger), ist es die Aufgabe der Richter auch diese bei der Bewertung zu berücksichtigen. Bei neueren Bewertungsschemata kommen die Kriterien der Ausdauer und Schnelligkeit hinzu. Da keine Zeitmessung erfolgt, ist nur die relative Schnelligkeit im Vergleich zum mitlaufenden Hund von Bedeutung.