Wissenswertes über die Ernährung
(aus eigener Erfahrung)
Die Ernährung ist nicht nur für uns Menschen wichtigste Voraussetzung für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere Vierbeiner. Was habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich meinen Hund am gesündesten ernähren könnte. Ich hatte Angst, ihm nicht die notwendigen Nährstoffe zuzufügen, die er dringend benötigt, um gesund zu bleiben. Deshalb kam für mich Selbstkochen nicht in Frage. Was lag da näher, als auf Fertigfutter zurückzugreifen?
Es ist einfach, mal schnell eine Dose zu öffnen oder Trockenfutter in den Napf zu schütten. Ausserdem bekommt ein Hund so alles, was er an Nährstoffen benötigt. So wird es einem zumindest von Herstellern suggeriert. Ich denke die wenigsten Hundebesitzer machen sich Gedanken darüber, was sie ihren Hunden so alles verfüttern. Die Wenigsten werden wissen, was im Fertigfutter alles enthalten ist. Und die Wenigsten werden mit den Angaben auf den Futtersäcken etwas anfangen können. Oder wissen Sie was man sich unter den Begriffen wie „Tierische Nebenprodukte", “Geflügelfleischmehl“, "Trockenschnitzel", "Fischmehl" oder "Knochenmehl" alles vorstellen muss?
Auch ich habe mir vorher darüber keinerlei Gedanken gemacht und habe Fertigfutter, egal ob Trocken- oder Dosenfutter, gekauft, da ich der Überzeugung war, dass es schon gut sein wird. Aus aktuellem Anlass begann ich mich mit dem Thema "Ernährung" auseinanderzusetzen. Sowohl über diverse Literatur als auch über diverse Foren im Internet. Ich habe dort reichlich Hilfe bekommen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen, die mir umfangreiche Informationen haben zuteil werden lassen, bedanken!
Umso mehr ich mich über Fertigfutter informiert habe, umso mehr kam ich zu der Überzeugung, dass das nicht das Richtige für meinen Hund ist; ich war darüber geschockt, was da alles zur Verarbeitung gelangt und was ich alles meinem Hund zumute. Was mich aber am allermeisten zweifeln liess, ist die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten und die Tatsache, dass der Verbraucher hierüber nicht eindeutig aufgeklärt wird.
Zunächst habe ich begonnen, meinen Hund zu bekochen. Denn da wusste ich zumindest, was für Zutaten im Futter sind. Dann bin ich B.A.R.F.(biologisch artgerechte Rohfütterung) gestossen.
Hier wird sowohl das Fleisch als auch Gemüse im Rohzustand verfüttert. Dies bedeutet, dass die Nährstoffe durch das Kochen nicht zerstört bzw. verändert werden. Dies machte mich neugierig und ich habe mich etwas intensiver mit diesem Thema beschäftigt. Habe Leute, die schon seit Jahren "barfen", regelrecht ausgequetscht und so all meine Zweifel bezüglich Hygiene, Salmonellen etc. ausgeräumt.
Inzwischen füttere ich meinen Hund sehr vielseitig. Wobei sich die Vielseitigkeit nicht nur auf die einzelnen Zutaten bezieht sondern auf die Art der Fütterung. Mein Hund wird zwar überwiegend roh ernährt; er bekommt aber, wenn es mal schnell gehen muss, auch mal etwas aus der Dose. Was aber immer seltener wird. Und wenn ich Lust habe, koche ich auch mal für ihn. Inzwischen bekommt er auch Kalbsbrustknochen und Putenhälse.
Erst nach über einem Jahr barfen habe ich meinem Hund die ersten Kalbsbrustknochen gegeben; weil ich einfach dem üblichen Irrglauben verfallen war, dass Knochen gefährlich seien. Wobei ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen möchte, dass ich nur knorpelige Knochen (Kalbsbrust etc.) gebe. Markknochen etc. nehme ich ihm weg,sobald er diese zu zerrkauen beginnt. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass die Gabe derart harter Knochen, gefährlich ist. Meine Angst vor Knochensplitterungen habe ich nicht verloren.
Mein Hund musste jedoch das Kauen erst wieder erlernen. Durch das Dosenfutter hat er das Kauen regelrecht verlernt. Heute liebt mein Hund seine Hühner- und Putenhälse, Kalbsbrustknochen etc. Es macht ihm Spass daran zu kauen; er hat inzwischen richtig Ehrgeiz entwickelt.
Wegen der Problematik, ob ich ihm alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge zuführe, mache ich mir keine allzu grossen Sorgen mehr. Ich wiege nicht ab; ich mache viel nach Gefühl. Das Blutbild zeigt mir, dass ich richtig liege. Voraussetzung hierfür ist, dass; man in etwa weiss, was in den einzelnen Lebensmitteln enthalten ist und für die notwendige Abwechslung sorgt. Ausserdem muss man berücksichtigen, welche Leistung der Hund erbringen muss. Ich bin heute fest davon überzeugt, den richtigen Weg gefunden zu haben. Dies ist letztendlich auch entscheidend, egal wie man füttert.
Man muss sich 100 % sicher sein, das Richtige für seinen Hund zu tun.